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„Ich möchte nichts geschenkt bekommen und bestenfalls einen Mehrwert bieten.“

Im Hinblick auf meine berufliche Zukunft ohne Fußballschuhe habe ich zuletzt versucht, meinen Horizont mit dem Fokus auf „später“ sukzessive zu erweitern. Es hat zumindest nicht geschadet, das Schulenglisch online aufzupeppen, sich mit Investitionen bei Startups zu beschäftigen, eine erworbene Immobilie selbst zu verwalten, sich wie jüngst im Rahmen einer DFB-Aktion als Schiedsrichter zu probieren – oder ein Buch zu schreiben.

Gleiches gilt für unser Restaurant ku’o. Meinen Geschäftspartner und Freund Kiyoshi Fujii lernte ich während meiner Zeit beim FC Bayern München kennen, er war damals Dolmetscher für den Mitspieler Takashi Usami. Acht Jahre später reifte die Idee zu einem japanischen Bistro, das wir 2020 gemeinsam in der Osterstraße in Hamburg eröffneten. Um auch mal hinter der Theke aushelfen zu dürfen, absolvierte ich eigens die erforderlichen Kurse bei der Industrie- und Handelskammer. Und siehe da: Es macht echt Spaß.

Die Publikation des „Bank-Geheimnis“ öffnete dann nochmals ganz andere Türen zu Talkshows, Buchhandlungen, Signierstunden, Lesungen und moderierten Gesprächen. Stolz bin ich zudem darauf, als TV-Experte für Amazon Prime die Champions League am Spielfeldrand hautnah erleben und kommentieren zu dürfen. Langweilig ist es also ganz gewiss nicht ohne Bundesliga-Alltag.