Abschluss des Sportmanagement-Studiums.
Hut ab
Hüte und Mützen aller Art sind eigentlich nicht so meins. Aber die traditionelle Kopfbedeckung zum Abschluss des Sportmanagement-Studiums am CAS St. Gallen habe ich dann doch nicht ohne Stolz aufgesetzt. Zumindest für das obligatorische Erinnerungsfoto, auch wenn mancher Hochschulabsolvent mit Staatsexamen über diese durchaus intensive Weiterbildung mit Vorlesungen und Prüfung vielleicht müde lächelt.
Die Zeit auf der Schulbank war wirklich sensationell. Anstrengend zwar mit all dem „Stoff“, der Neuland war und aufgesaugt werden musste. Aber auf jeden Fall hilf- und lehrreich für alles, was kommt. Sowohl menschlich als auch inhaltlich eine wertvolle Erfahrung verbunden mit spürbarer Wehmut bei der Verabschiedung der überaus angenehmen Kommilitonen. Jetzt habe ich knapp 18 Monate nach Karriereende tatsächlich einen Abschluss in der Tasche als Fundament für den weiteren beruflichen Werdegang. Hut ab.
Apropos Fortbildung: Dem SV Werder Bremen und speziell meinem ehemaligen Weggefährten Clemens Fritz bin ich sehr dankbar, dass ich beim Traditionsclub von der Weser einige Tage hospitieren durfte. Hinter die Kulissen zu schauen, Einblick in die Vielzahl von Themenfeldern oberhalb der Katakomben zu bekommen, an Sitzungen teilzunehmen – das war extrem spannend. Das Spektrum an Aufgaben habe ich ehrlich gesagt fast ein bisschen unterschätzt. Umso wichtiger, diesen Irrglauben durch praktisches Erleben beizeiten ad acta zu legen.
Auch nach Abschluss des Studiums wird es gewiss nicht langweilig. Bei RTL+ darf ich seit Saisonbeginn Euro- und Conference-League als Experte begleiten. So lange die deutschen Teams gewinnen, ist nicht mal etwas schönzureden. Auf Einladung des DFB war es mir eine Ehre, am Rande des Länderspiels zwischen Deutschland und Holland in München die besten Amateur-Torschützen der Saison 2023/24 zu ehren. Großartig, wie treffsicher die Kicker bundesweit auch in weniger beachteten Ligen unterwegs sind.
Tore sind halt das Salz in der Fußball-Suppe. Unlängst durfte ich dieses Glücksgefühl auch wieder einmal erleben. Bei der Traditionsmannschaft des SC Freiburg war ich als einer Jüngeren am Start und hatte Spaß an der Erkenntnis, dass das Tor noch die gleichen Maße hat. Vermutlich auch beim Blankenburger FV, dort allerdings habe ich nach einigen Einsätzen 2023/24 inzwischen den Spind geräumt, symbolisch. Den Jungs wünsche ich viel Erfolg und alles Gute, den sportlichen Werdegang im Harz verfolge ich künftig nur noch im Internet oder mal spontan bei einem Heimatbesuch.
Freude bereiten übrigens nicht nur die Freiburger Oldies, sondern vor allem auch das aktuelle Bundesliga-Team des SC. 12 Punkte aus 6 Spielen – Chapeau. Respekt an Julian Schuster, der als neuer Chef de Mission offenbar kein Problem mit den riesigen Fußstapfen von Christian Streich hat. Es darf gern so weitergehen und ich freue mich auf jeden Stadionbesuch. Als Zuschauer, Fan und Daumendrücker. Das gilt auch für das erste Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft im Europa-Park am 16. November. Wurde auch Zeit …
Das ereignisreiche Jahr 2024 neigt sich nun bereits dem Ende. Im November gibt’s aber noch die nächsten neuen Erfahrungen. Bei der Messe für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in Stuttgart darf ich am 5. November über den Körper als Kapital referieren. Und an der Seite der Haudegen Thomas Helmer und Mario Basler bin ich zweimal beim Doppelpass on Tour im Einsatz. In Leipzig und Cottbus. Das wird witzig und unterhaltsam, jede Wette.
Euer Nils Petersen