Nach etlichen Silbermedaillen nun endlich ein Titel!
Prämierte Wahrheit
Fast zweieinhalb Jahre nach Ende der Bundesliga-Laufbahn mit etlichen Silbermedaillen in der Vita ist mir tatsächlich noch ein Titel vergönnt. Wer hätte das gedacht? Ich am allerwenigsten. Aber ich freue mich wirklich sehr, für den „Fußballspruch des Jahres 2025“ geehrt worden zu sein. Ein Dank gilt der der Deutschen Akademie für Fußballkultur in Nürnberg für die Nominierung des spontanen Satzes „Früher hab' ich 80 Minuten zugeguckt, heute 90" und allen Wählern für ihr Votum. Auch wenn es tatsächlich nur die Wahrheit war mit einem Augenzwinkern, bedeutet mir der Finalsieg gegen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus einiges.
Kurios: Die Akademie hatte angefragt, ob ich Zeit und Lust habe für die Jury zu eben jener jährlichen Auszeichnung. Da ich aber bereits im Frühjahr wusste, dass ich an der Gala in der Tafelhalle Nürnberg am 24. Oktober aus Termingründen nicht teilnehmen kann, sagte ich schweren Herzens ab. Getreu dem Motto „ganz oder gar nicht“. Denn wenn ich bei der Preisverleihung im Jubiläumsjahr 20 fehle, wollte ich auch nicht zum Kreis der Beratenden gehören. Das gehört sich einfach so. Im Nachhinein womöglich ein glücklicher Umstand. Denn vermutlich wäre die Aussage eines Jury-Mitglieds nicht berücksichtigt worden oder ich hätte selbstverständlich nicht für mich selbst gestimmt. Nun bedanke ich mich für die große Ehre, staune über die immense Reichweite der Auszeichnung bis zu ARD-Sportschau und Kicker und bin durchaus stolz, neben einem Weltstar wie Jürgen Klopp von der Akademie ausgezeichnet worden zu sein.
Apropos dankbar: Meine Tätigkeit bei DAZN macht seit Saisonstart 2025/26 extrem Spaß. Bundesliga hautnah, zuletzt am Gladbacher Bökelberg gegen die Bayern, dazu noch Champions League als Experte – das fühlt sich richtig (und) gut an. Genau wie der wöchentliche Podcast „Pipapo“ mit Pipo Konrad, meine fußballerischen Einsätze beim SF Oberried II und regelmäßige Auftritte als Keynote-Speaker. Ich bin einfach nur happy, als Fußball-Rentner nicht in der Versenkung verschwunden zu sein. Eher im Gegenteil. Terminfülle ist allerdings deutlich angenehmer als Tatenlosigkeit.
Euer Nils Petersen